Die Realität holt mich ein

Die Leipziger Buchmesse 2026 war für mich als Autorin eines noch nicht veröffentlichten Jugendbuchs eine überwältigende und gleichzeitig ernüchternde Erfahrung.

An einem Bücherstand stehen, dabei mit dem großen Verleger ins Gespräch kommen und schließlich Kontakt austauschen − das kann vielleicht dem einen oder der andere:n Glückliche:n passieren. Als ich aber die Massen an Büchern und Autor:innen in fünf immens großen Messehallen vor Augen geführt bekam, holte mich die Realität ein.

Wie geht es jetzt nach Leipzig 2026 für mich weiter?

In diesem Beitrag teile ich mit euch meine Pläne für die kommenden Monate.

Da weitermachen, wo ich aufgehört habe

Vor Leipzig arbeitete ich wie wild an meiner Webseite. Außerdem wollte ich Visitenkarten und Flyer drucken lassen, die ich Akteur:innen des Literaturbetriebs auf der Buchmesse in die Hand drücken könnte.

Zwar schaffte ich es, auf meiner Webseite Content hochzuladen, aber vorzeigbar war mirafarland.de am 19. März noch lange nicht. Für den Druck von Visitenkarten und Flyern blieb schließlich gar keine Zeit mehr.

Folglich mache ich jetzt da weiter, wo ich vor der Leipziger Buchmesse aufgehört habe:

Blogbeiträge schreiben, Webseite aufbauen, Werbematerial entwerfen und drucken lassen.

Social Media ausbauen

Beim Thema Social Media muss ich meinen inneren Schweinehund überwinden.

Privat habe ich mich bisher so weit es ging zurückgehalten. Ich kann es nicht vermeiden, mich mit anderen zu vergleichen, wenn ich durch ihre Profile scrolle − davor wollte ich mich schützen.

Da ich mir nun aber als Autorin einen Namen machen möchte, komme ich nicht umhin, mich mit Social Media ernsthaft zu befassen.

Für diese 4 Kanäle werde ich als Mira Farland Content erstellen:

  • Youtube
  • Instagram
  • TikTok
  • Bluesky

Netzwerken und präsent sein

Social Media ist heutzutage − so glaube ich − unverzichtbar. Mindestens genauso wichtig ist ein persönlicher Austausch und ein gutes Netzwerk.

Daher habe ich mir vorgenommen, mich stärker zu vernetzen. Ich möchte mehr Literaturveranstaltungen besuchen, unter anderem bei der lit:potsdam (30.06. – 05.07.2026) und der BUCHBERLIN (31.10. – 01.11.2026) Präsenz zeigen.

Auch außerhalb der großen Festivals werde ich Lesungen wahrnehmen.

Davon erhoffe ich mir:

  • Neue Bekanntschaften zu knüpfen
  • Ein besseres Gefühl für Trends zu entwickeln
  • Auf mich aufmerksam zu machen

Die Literaturszene aktiv mitgestalten

Persönlich mit Gestalter:innen des Literaturbetriebs sprechen − das ist sehr viel wert.

Über die Gespräche lerne ich, mich als Autorin konkreter zu positionieren und welche Schritte ich noch unternehmen muss, um von Verlagen und Agenturen bemerkt zu werden.

Gleichzeitig möchte ich die örtliche Literaturszene aktiv mitgestalten, also Autor:innen Raum geben, wo sie sich entwickeln und mit anderen Kreativen in Austausch treten können.

Eine Schreibgruppe gründen

Kreativräume für Autor:innen gibt es bereits vielerorts in Berlin. Über das online-Netzwerk Meetup zum Beispiel können sich Schreibende für Treffen anmelden, wo sie in Cafés mit anderen Kreativen nebeneinander an ihren Projekten arbeiten.

Warum nicht auch eine Schreibgruppe in Potsdam gründen?

Sobald ich einen geeigneten Ort für regelmäßige Treffen organisieren konnte, werde ich euch über Social Media und auf meiner Webseite rechtzeitig informieren.

Die Erwartungen der Leser:innen kennen

Bisher habe ich hauptsächlich über Selbstvermarktung und Netzwerken geschrieben.

Genauso wichtig ist es jetzt für mich zu entscheiden, in welche Art von Buchprojekt meine Arbeitszeit in Zukunft fließt.

An meinem ersten Jugendroman habe ich zwei Jahre geschrieben. Bei diesem Projekt habe ich mir viel Freiheiten zugestanden und formte den Text kaum nach den Vorgaben eines bestimmten Genres. Das war genau richtig für dieses erste Buch − es ist ein einzigartiges Werk geworden, an das ich glaube.

An mein nächstes Projekt werde ich dennoch anders herangehen. Ich möchte die Erwartungen meiner möglichen Leser:innen besser kennen − nur dann kann ich sie auch übertreffen und überraschen.

Schreiben, schreiben, schreiben

Sobald ich meine Social-Media-Kanäle mit vorzeigbaren Content aufgepolstert habe, kann ich mich auch wieder der eigentlichen Arbeit widmen: Schreiben.

Dafür ist es wichtig, dass ich in der Woche neben Arbeit und Familie Zeitfenster freischaufle, die nur dem Schreiben vorbehalten sind.

Erfolg so wenig wie möglich dem Zufall überlassen

Durch die Leipziger Buchmesse habe ich verstanden, dass der Erfolg auf dem Literaturmarkt sich nicht zufällig einstellt − zu viele teilen denselben Traum.

Niemand wartet ausgerechnet auf mich und mein Buch.

Bevor ich aber entmutigt das Handtuch werfe, nehme ich mein Glück lieber selbst in die Hand.

Mit der Zeit, neuen Bekanntschaften, Erfahrungen im Selbstvermarkten und der Arbeit an einem neuen Projekt wird sich der Rest auch noch ergeben − davon bin ich fest überzeugt.

Bis dahin werde ich die Literaturszene besser kennenlernen, aktiv werden und den Dingen, die ich nicht beeinflussen kann, ihren Lauf lassen.


👍❤️🙂

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Deine Mira Farland

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