Dinge, die ich mich nie getraut habe

Ich wollte nie Videos auf YouTube hochladen. Und ich habe mich nie getraut, eine eigene Webseite zu launchen.

Jetzt mache ich beides – und zu meiner maximalen Verwunderung plane ich sogar YouTube Shorts.

Wir haben Januar 2026, und ich segle dem neuen Jahr auf gänzlich unbekannten Gewässern entgegen.

In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie es zu meiner Aufbruchstimmung kam. Vielleicht erkennt sich ja der ein oder andere unter euch wieder und fühlt sich inspiriert, endlich die kreativen Segel zu setzen.

Ideen blieben lange nur Ideen

Oft schwirrten mir Ideen durch den Kopf, die ich gerne mit der Welt geteilt hätte.

Aber ich schob sie weg. Für die Notwendigkeit, einen guten, festen Job zu landen, habe ich vieles auf die lange Bank geschoben.

Sehr viel Zeit und meine gesamte kreative Energie flossen über Jahre hinweg in Studium und Arbeit. Das bedeutete auch, dass kein Platz mehr für meine eigenen Wunschprojekte blieb, in denen ich mich ausleben konnte.

Auf Dauer machte mich das missmutig. Irgendwann dachte ich, ich hätte meine Kreativität verloren.

Wenn Kreativität keinen Raum bekommt

Vielleicht kennt ihr das: In einem schwelt ganz untergründig eine Mischung aus Unruhe, Unzufriedenheit und Nervosität, weil man spürt, dass es da ganz viel gibt, das raus will.

Der unbedingte Wunsch, sich auszudrücken.
Das Innere nach außen zu holen.
Ihm eine Form zu geben, um es besser betrachten zu können – und vielleicht, ganz vielleicht, sich selbst und die Welt dadurch besser zu verstehen.

Mir fällt kein besseres Bild ein, aber manchmal hatte ich das Gefühl, dass in meinem Inneren ein Strom aus heißem Wasser sprudelte. Emotionen wollten verarbeitet werden, Erfahrungen wollten verstanden werden.

Aber nach vierzig Stunden Büroarbeit, dazu zwei Stunden Pendeln – fünfmal die Woche – hatte ich abends und am Wochenende keine Energie mehr, nach einem Ventil zu suchen.

Endlich schreiben

Im Sommer 2023 war ich in Tirol wandern. Dort konnte ich zur Ruhe kommen und reflektieren.

Ich habe verstanden, dass ich meiner unterdrückten Kreativität endlich den Raum geben muss, den sie braucht. So beschloss ich, endlich das zu tun, was ich schon lange wollte: ein Buch zu schreiben.

Mein erstes Buchprojekt

Ich habe insgesamt zweieinhalb Jahre daran gearbeitet und konnte es schließlich fertigstellen.

Über 340 Seiten.
Mehr als 110.000 Wörter.
Eine Geschichte mit Anfang, Spannungsmomenten in der Mitte und einem runden Ende.

Ein absoluter Befreiungsschlag.

Durch die Seiten zu blättern und zu sehen, dass ich etwas Einzigartiges aus mir heraus geschaffen habe, ist ein wundervolles Gefühl.

Wie es für mich als Autorin jetzt weitergeht

Ich habe noch viele weitere Ideen, die – genau wie meine erste Geschichte – das Potenzial haben, zu einem Roman von mehreren hundert Seiten anzuwachsen.

Allerdings hat mir in den letzten Monaten der Alltag wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht, und ich musste diese Ideen erst einmal auf Eis legen.

Der ungeduldige Strom in mir ist lauter geworden. Ich werde wieder unruhiger.

In den kommenden Wochen wird sich in meinem Alltag hoffentlich einiges zurechtruckeln, weil ein paar Veränderungen anstehen. Davon erhoffe ich mir, dass sich wieder freie Zeitfenster öffnen – und ich meiner Kreativität und Schaffensfreude den Freiraum geben kann, den sie verdienen.

Denn ich habe festgestellt, wie gut mir das tut. Es ist ein unglaublich befriedigendes Gefühl, ein Kunstwerk in den Händen zu halten, das man selbst erschaffen hat.

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